
wenn du weit weg bist mir deinen schuhschrank zeigst purzelt dein lachen neben mich
dann naht sie mir und ich hab ein gewehr im mund
bist du gemein ist sie es auch
ALL DIE JAHRE
war sie es nicht wirst du es sein
doch sie ist fort und ich rieche nach waffenöl
wenn du ganz nah bist mir keinen schuhschrank zeigst purzel ich lachend über dich

du standst in meinem lärm und licht so sah ich deine strahlen nicht
und liebte deine dunkelheit den starken sog in alle zeit
wir trieben uns durch nächterunden ich brannte dich und war verschwunden
in einem schmelzpunkt tief in dir du schwarzes loch schluckst licht aus mir
und speist es aus an fremdem ort du bist nicht hier und ich nie dort
nun brennst du loch ich sonne frier irgendwas ist nicht richtig hier
mein tod in dir kaltes verglühen mein staub wird stern zum weiter ziehen.

komm nimm mich mit im handgepäck auf deine grossen reisen komm lass mich zwischen underwear die ganze welt umkreisen
falt mich zusamm in aller früh verstau mich in den taschen und hast du appetit auf mich ein griff und du kannst naschen
und hol mich raus wenn du was siehst und zeig mir deine orte zeig mir die welt so wie sie ist du weisst ich hab nur worte
und abends dann wenn`s einsam wird in all den fremden zimmern dann wirst du dich - ich warte drauf- bestimmt an mich erinnern
dann pack mich aus und blas mich auf entfalte mich zur grösse dann lass mich wachsen lass mich schrein allein an deiner blösse
die nacht die ist dann unser ort dort werden wir uns sehen im kämpfend ineinander sein den sinn des trips verstehen

du suchst am firmament das ohne wolken hält an weissen nägeln im sternenmüll nach mir
du sahst mal einen stern in den grünen see stürzen und folgtest seiner spur zurück seine zeit war vergangen woher er kam
deine sehnsucht sind die streifen die der komet in die nacht schreibt wenn er durch den himmel rast deine sehnsucht bin ich und komme auf dich zu mit einer kraft die du nicht ahnst
dein schwerefeld wirkt und zieht mich an zieht mich so lang bis ich als meteor mitten in dich schlage du die erde ich das licht
kein stein bleibt auf dem anderen bei dir wenn die feuer erloschen der rauch verzogen liege ich am grunde deines kraters vermischt mit deinem staub tod und glücklich
äonen später wenn deine atome sortiert du wieder geordnet bist finde ich mich in einer deiner inneren schubladen wieder als kleiner kalter stein schwarz silbrig glänzend magnetisch in der nähe deiner seele
dort wo dein herz brennt bis die schublade lodert ich heraus falle in dir zu sand gerieben zu glas geschmolzen werde bleiglas in dir
uns wirst du zur schüssel brennen zum gefäss das wir sind wenn die dann bricht wir durch ihre scherben laufen um mit blutenden sohlen allein nach hause zu gehen dann werde ich wissen wann sie ihren haarriss bekam
JETZT

In manchen Nächten Treffe ich mich Im Anderen Der sich selbst verlässt Um zu mir zu kommen.
Während wir uns tauschen Spielen die Hüllen Bis es schreit und spritzt.

Manchen Nächten scheint kein Tag mehr folgen zu können
EIN WÄLZEN IM GRAB DER GEFÜHLE
Aus dem die Idee steigt Narben könnten die Erinnerung der Wunden sein was ich erinnern muss kann ich auch vergessen
Narben ziehen nur manchmal und zeigen Wetter an Wunden reissen einen aus dem Schlaf und sind ein Bild der Klinge die sie schlug

in manchen nächten endet der wahsinn tauscht sich nichts bleiben hüllen müde nebeneinander hüllen halten sich die schlafenden für einen tag der kommt

In manchen Nächten Lausche ich Dir und Deinem grossen Atem Von dem ich weiss Wie er klingt Und uns Steine erweicht Wenn deine Finger Mit ihm In einer Flöte spielen

In manchen Nächten Erwachen wir Ohne Ineinander zu fallen Lagere ich meinen Kopf In deinem Schoss Erzählst du mir Woher du In diese Nächte Kommst Warum du schlaflos Leben willst Mit mir Küsse ich die weichen Seiten Deiner Schenkel Innen Feiere deine Säulen Und hör Dir einfach zu Woraus Diese Nächte werden Die uns die Tage Müde machen

URSCHREI
In manchen Nächten Willst du mich Nimmst du mich Lässt du mich In dir
Gibst dich mir Mit Deinem Rhythmus Deinem Wollen Deiner Gier
Geb ich Dir Meinen URSCHREI In die Kissen

Alles was Du Spielend Grundierend Verzierend In die Welt Bläst Und uns Hinter sie Kommt aus dir Hast du Irgendwann Gefressen Sagst du
Nie bist du So du Weisst Du nicht Wie dir geschieht

leuchte in die nacht um dich machst du uns licht siehst du dann hell
und gib dich preis vor den versteckten erzählst du dich wirst du hell hören
folg dann den spuren die du spürst und triff uns da wo du sie findest
in uns den alten reduits
du siehst du hörst du spürst durch uns auch dich
atmest INSPIRATION und machst aus luft MUSIK

Formen ändern Kerne bleiben Kerne Der Veränderung Bleiben sie nur Verändert
Ich bin das ich bin Ich bin das Jetzt Egal Ob ich dein Gestern war Und Morgen werde Nimm das Jetzt Jetzt Nimm mich Den Moment Leben Zeit Ist der Rest

Ist Musik Nichts Wie das Nichts Und alles Wie das Nichts Und mehr Als Alles Und Nichts Kennt sie ein Wahres Mass Sowenig wie die Zeit

Komm tanz mich tot Tanz mich, Tod Komm wirbel mich Komm lass mich springen Bis mir die Luft Wegbleibt Vor lauter Luft Da oben Unter mir
Komm nimm du mich Komm nimm nur du mich Doch nimm mich Bitte nimm mich Zu dir In meine Höhen Hinauf In dein Licht Komm tanz mich tot Komm tanz mich, Tod Doch tanz mich Bis dahin Und über die Tanz mich tot über diese Die sind
Und lass sie ihre Bretter Täglich sich an die Stirnen nageln Bis Blut tropft und sie lecken Oder Wurst draus machen ICH bin ICH Denn ich trag rot was du grün hast Ich erfinde mich neu Ich erfinde den Roman neu Ich erfinde die Musik neu Ich verstehe selbst nicht was ich spiele Es ist nicht schön aber neu Alles muss neu sein immer neu immer neu immer neu immer NEU Alles neu Und alle Ihr versteht mich nicht Denn nur ICH bin ICH bin neu immer neu immer neu immer neu IMMER Bin ich schuld Schild mein Schild bin ich MIR MIR MIR Tag für Tag neu blutend aus der Stirn Und nicht aus den Händen wie Jesu
Komm tanz mich, Tod Tanz mich tot Von denen weg Die zwischen den Planken Ihrer Renten und Versicherungen Vergessen wofür sie sich versicherten
Komm tanz mich tot, Tod Tanz mich weg über diese Scheissehaufen aus Angst Die nicht wissen, das wir leben Um zu fliegen Um zu tanzen Um zu sterben Komm tanz mich, Tod Komm tanz mich tot Komm tanz mich

Wer mal gesehen Hat Wohin und wie Pieter Wispelwey An manchen Stellen Schaut An denen er das Cello Zu schlagen scheint Und doch spielt Wie keiner Wohl Der weiss Woher er ES Nimmt

Was Wispelwey Rechts oben Findet Holst du aus Einem Schnittpunkt Eine Länge Vor Dir aus dem Raum
Ob ihr es selbst Seid oder Gott Bleibt Gleichgültig Und keine Blasphemie Wir sind von Gott Hört man von euch Und sieht Wo ihr ihn trefft

Und dreimal Den selben Berg Und dreimal Das selbe Solo Schon Ron Wood Nicht Mick Taylor 1977 Es läuft mich Schneller als ich kann Knapp sehe ich Wie die Sonne Eine Wolke Reisst Sterbe ich jetzt Werde ich Gott gesehen Und gehört haben

Als ich Wispelwey hörte Glaubte ich So klingt Gott Und liebte ihn Sofort
Jetzt hörte ich Einen anderen Gott durch sich hindurch Spielen
Und wusste Dass Wispelwey Das Gegenteil Von Gott Ist Und liebte ihn Noch mehr

Du probst ein Stück Mit diesem schönen Titel Und erlebe Wie aus tasten Vorsichtigem durchspielen Drehen am Metronom Ein Rhythmus wächst Der klingt wie Wut Wie deine Wut
Töne einer netten Melodei entnommen Plötzlich in den Raum gespuckt werden Wie eine zukünftige Raserei entsteht Wie schnell zwei Töne Oben und störend Gespielt werden müssen Die aus dem Getändel Ein Teufelsstück machen
The godfather of this church is always there In this room too Now Behind you Writing On his notebook

Windstill Reisst mir die hohe Sonne Das Hemd vom Leib Muss ich mir die Luft holen Bleiben die Füsse schwer In Winterstiefeln stecken
Selbst der Wind wird still Wenn du deinen Durch eine Flöte bläst

Ich werde Dich Am Sonntag spielen Hören Bin Beschäftigt Auch um dir den Raum Zu geben In dem du sein musst Um so zu klingen Wie du klingst
Ich werde dich Am Sonntag spielen hören Entschädigt für alle Siege dieser Woche Getröstet um unser Gross sein So Allein
Wir leben gut grad. Schwer.

Wenn zwei junge Erwachsene Frauen Deren Profession es ist Ihrer Hörer auf Wolken Mitzunehmen Auf denen sie dann Mit den Seelen baumelnd Über den Lac Leman fahren können
Sich treffen Gibt es erst ein Gelächter und Geschwätz Bevor sie ganz plötzlich Sehr ernst werden Die Pulte gerichtet sind Die Noten richtig aufliegen Und sie dann Sich bleibend andere werden Ihre "Debuts" proben
Und immer wieder Lachen dazwischen
Sehr ernst heiter Und schwer leicht Mit aller Mühe Nehmen sie uns die Schwere Leicht für Wolken Die pausbäckig Wie Barockengel sind

Engel sind ganz bei sich Am Boden Bevor sie Abheben Uns Mitzunehmen Auf die rasenden Wolken Über dem Leben

Nicht alle Wolken Sind hoch und licht Und schnell
Manche fahren tief Und Dunkel Langsam und Traurig Übers Land Trotzdem Über uns
Doch auch Heiterkeit Ensteht Wenn Engel Zwischen zwei tiefen Wolken Hüpfen

Dein Atem Füllt Kathedralen Und Seelen Wie auch manchmal Nur mein Ohr Und mich
AN DER GRENZE
Habe ich dich schon spielen Und Atmen hören Am Rand des Sein Auch an den Enden der Kraft Bist du sehr wahr
Auch Engel sind nur Menschen Wie Gott

Für Sophie
Ich kenn dich Nicht Doch sah Dich Lachen
Und sprech Die schöne Sprache Nicht Die aus dir Sprudelt
Und lache Sprudelnd Weg von dir Und kenne dich Und nehm dich mit
Du bist von uns Den Lachenden Denn du Steckst an
Und ich verstehe Deine Freundin Meine Frau Mal wieder sehr

Für Sophie
Ich kenne Dich Noch immer kaum Doch hörte Bach von Dir Und sah Auf welchem Ernst Sie steht Die glockenhelle Heiterkeit
Dein Mund deutet nur an Dass er lachen kann Hochkonzentriert Fügst du Musik Ganz bei Dir Und Bach Und Gott

Manche Konzerte Sind wie Läufe Um die Wette Oder Wetten Um die Läufe
Musikalische Sportveranstaltungen Kennen keine Sieger Aber ich habe Dich kämpfen sehen Eine Amazone der Musik
Göttlich spielen Heisst nicht Göttlich sein
Doch wer göttlich ist Spielt immer göttlich Man sah dich arbeiten

Tanzen ist träumen mit den Beinen" Herwig Mitteregger
Für S.L.
Nie sah ich eine Mit hohem Knie (Wie alle aus den Achtzigern) Vor mir und einer Wand Aus Ihren Kargohosen fliegen Wie dich
Nie sah ich eine Tanzen So gewaltig leicht Expressiv und doch nach Innen Und nur dahin Völlig bei Dir Selbst wenn wir uns Umgurrten Oder ich dich
Nie sah ich eine So sehr für sich Für alle tanzen Nie sah ich eine So sehr für mich Für alle tanzen Und wusste doch Das schien nur so Doch nicht nur mir
Dandy nanntest du mich In dieser Nacht Nur weil meine Schuhe Aus Italien sind Und man das sieht
Verzeih den Rest

Nach guter Musik Bleiben die Leute Wollen nicht gehen Aus der Stimmung

Wer kein Instrument Kann Hat auch nie gelernt Im Ensemble Zu spielen

Während ich Den jungen Jovanotti Erinnere Lehrst du mich Den alten Händel Neu

Vor der Anmut Kommt die Mühe Es riecht nach Schweiss und Fleiss Den es braucht Vor dem Preis Doch sieh den Weg Hinter den Studenten Und hör den Der vor ihnen liegt

in einer wand aus wolkenstürzen in einem tag der keiner ist endet die brugg im nichts
hier springe ich gewöhnlich in den tod will sterben um zu leben und stehe immer wieder auf ihrem sims aus altem stahl
halt mich lass mich leben das alte spiel die balance wenn keine hält in ihrer mitte
darüber gehe ich hinweg überwinde ihre mitte endlich die ewige den reiz der aare der grünen die heute grau wie rotze ist
die nebel decken mich mein weitergehen
zu einem haus das dunkel in den regen weint bassflötentöne sendet totenlieder aus einem leib gestossen die stadt vergeht im himmel.
bleibt nur der leib der lebt. der solche töne kann. der bleibt. der leib. der lebt. mir. auch. auch mir. mir auch.

ich halte dich mit beiden armen drücke dich mit mir zu dir stosse dich in das meer das du bist auf das du tauchst dich frei schwimmst von mir mich packst und ziehst zu dir in dich in das meer das du bist

erst tiefe sonne gibt lange schatten vergrössert die welt bis sie reicht für meine stimmung

mein brandschutzengel (eine schönheit mit c-rohr!)
mein engel kommt nicht mit mit mir sieht er mein jagen hinter ihr
kopfschüttelnd folgt er mir um ecken aus vereisten brandschutzdecken
*
flügelringend lässt er zu wie ich prospekte schiebe und brenne rasch ist da ein du das ich auch wirklich liebe
um das zu stoppen ist er da hält mich wenn ich mich zeige ruft FEUER! in mein tralala bevor ich mich verneige
**
mit asbestflügeln schlägt er mir die schönen flammen tot die brandaxt hackt kulissen klein es splittern requisiten fällt ascheregen über dir sieht er auch deine not und wird mein feuer zügeln
es stürzt nun mein theater ein vor dir vor der es brannte du nimmst das kehrblech in die hand fegst mich in einen tag hinein den ich vor dir nicht kannte und wirst das rechte tun

zu mir dein drängen zu mir! zu mir! mein rufen nach dir
falle brücken komm zu dir stürz zu mir lass zurück wage neu wege neu bei mir mit mir
zu mir oder zu dir wohin fallen wir?
sterben ist allein wie sonst nichts nichts ist sonst wie allein sterben
der [zumir] fängt mich auf fliegt von dir zu mir zu mir zurück

immer wieder leben wieder sterben lernen
gefühle träume ängste uns sterben lassen für neue die keinen platz mehr haben in uns dem muster (du alte tapete mit kullern rot wie das blut der arbeiterklasse)
statt in die aare springen wir mutig in unseren schmerz lassen los doch nicht nur uns
den anderen loslassen fallen lassen von der brücke in den schmerz damit er aus den mustern fällt
sterben lernen ist sterben lassen lernen wie uns selbst müssen wir andere sterben lassen TÖTEN für ihr glück
wahrhaftig ist brutal

und aus der säule gehst du ganz selbstverständlich wie gott aus dir in richtungen gleichzeitig schizophren wie gott auf deine ziele zu die sehen dich kommen und gehen in einem und verbrennen ehe du ankommst und gegangen bist
asche wird dir bleiben die asche einer alten und die asche einer neuen liebe du tötest grad (du weisst schon was du tust, nur das halt nicht)

du sagst du wächst schmerzhaft jeder mensch tut das doch wenige so intensiv wie du schmerzen haben viele wachsen tun die wenigsten daran
dir springen nicht nur häute fallen nicht nur die hüllen mit denen du dich selbst vor dir verbargst um unsichtbar zu sein als das was du nicht bist
das was die welt will bist nicht du das was du wolltest kam ihr entgegen nicht dir neue stufe nun
DU BIST DRAN
du reisst dich nicht nur auf es gibt gar keine grenze mehr zum aussen da platzt mehr als die hülle spritzt blut fleisch lockt nicht rosig nein blutig offen die wunden die du dir schlägst alles von dir drängt raus innerstes liegt blank jeder blick der anderen ein messerstich du bist so nackt wie irgendwas
wer kann schon langsam explodieren? du tust es dich windend wie ein wurm das elend eines lebens aus den augen lassend lernst du mehr als sterben du folterst dich für deine wahrheit
und bist so sicher zu überleben denn was da wächst strahlt schon wie warmer marmor aus dir die SEELENSÄULE
du wächst schmerzhaft und alle wachsen mit schmerzhaft du folterst dich und folterst alle mit es ist ein schreien hier

Fremdes Wollen Legt Zangen Um meinen Kopf Die Zeit Dreht an den Schrauben
Dein Wollen Lehrt mich Jugend Sinn Hast du Noch Ich Wieder Greif ich Dir Ins Fleisch Mit Gier
Mein Wollen Lässt mir das Herz In eine Zukunft Stolpern Die gar nicht nötig Ist
Bleiben im Gehen Gehen im Bleiben Selbst meine Tode Laufen Ab

Ich liebte dich Schon vor dem Urknall Und werde es Auch nach ihm tun Der Zeitengründer Bist Du Selbst
Und liebte dich Vor aller Zeit Und werde es In allen tun Du Bist Die Zeitenschleife Selbst
Dich liebte ich Bis zu dem Gestern Und werde es Auch morgen tun Du Selbst Bist Zeitenwende Dir
Was ist mit heute Fragst du lachend Und ich sag dir Das weiss ich Nicht
Wer lieben will Muss lassen Lernen Wie sterben Auch

Honigfarben schwappt Licht Von den Holzwänden Des Kindergartens Auf die novemberdunkle Strasse
Die Kinder sind längst daheim Nur die junge Erzieherin Sitzt tief gebeugt Und schreibt mit schwarzem Stift
Vielleicht den Plan für Morgen Wenn das Leben wieder tobt Die Sonne scheint Und die Kinder wieder da sind

Honigfarben schwappt Licht Von den Wänden Des Kindergartens Auf die novemberdunkle Strasse
Aus grossen Kugeln Strahlt Weiss Stumpf Holz und Zeichnungen warm Lässt den Raum Zum Hort werden
Heute sind die kleinen Sonnen da Die junge Erzieherin Spielt Mit ihnen ein Spiel Gellend lacht die Zukunft In den nassen Nachmittag
Ein Haus weiter Steht ein Lehrer an der Tafel Klappt Hypotenusen auf Zum Pythagoras Das Licht aus Neon Hart Dass der Asphalt Schatten wirft
Die älteren Kinder Sind der Zukunft Einen Schritt näher Und haben schon Ein bisschen weniger Davon
Wieviel Hab Ich ?

Ich möchte schlafen Wie ein Schwan Den Kopf Auf meinen Flügeln lagern Schwimmend
Und schlafe Wie ein Liebender Den Kopf auf deinem Rücken lagernd Schweben

Du hast mein Glas zerscherben lassen Mit einem Blick und deinem Sein Du konntest nach dem Kerne fassen Und schmolzest mir die Spiegel ein
Mit heisser Hand lässt du mich leuchten Verbrennst Kulissen im Akkord Die meine Wahrheit nur verseuchten Das führt zu einem Massenmord
Es sterben mir die grossen Lügen Von meinem Ich von meinem Sein Dich kann ich nicht mit Schein betrügen Du läufst schnurstracks im mich hinein
Dort raucht der Haufen der ich war Du stehst in meinen Trümmern Dein Atem macht die Luft mir klar Du wirst Dich um mich kümmern
Ganz nackt steh ich nun in der Welt Und wollte mich wohl schämen Du sagst wie sehr dir das gefällt Ich soll mich doch nicht grämen
Du hast so Recht seh ich mich an Nehm Tücher von dem Spiegel Und wie ich wärmend strahlen kann Du brachst die kalten Siegel
Du liebst nicht was ich wollte sein Du liebst nicht meine Bilder Mein Innerstes das fuhr Dir ein Sahst hinter meine Schilder
Ich bin nun wahr wie nie zuvor Durch dich und deinen Willen Den bläst du mir dann heiss ins Ohr Komm her! Ich werd ihn stillen!

wann mein atem meine haut wann mein griff
dich entzünden zu mir treiben um im reiben lust zu finden kann
weiss ich nicht
*
wie mein wort meine wärme meine kraft wirkt
weiss ich nicht und streite jede nacht vorm blutgericht um meine macht
**
dass ich im sturm schwer auf dir liege dich mit zangen in den kissen halte wird sein wo du bist
egal wir wissen nicht warum und werden auch nicht denken die liebe funktioniert auch dumm man muss sich nur verschenken
so sollen wir uns immer treffen. vertraut genug um einander fremd zu sein.

Trauriges Telefon
Traurig hört das Telefon Wortlos mit an Wie zwei Die sich nichts mehr Zu sagen haben Nichts mehr sagen
Sie hatten alles geredet In ihrer Zeit Sich ausgebreitet Voreinander Ohne sich zeigen zu können
Heisse Ohren hatte Es ihnen gemacht In Nächten In denen sie sich Die Einsamkeit Mit sich Und der Ausschmückung Ihres Selbst Vertrieben
Gleichmütig hatte das Telefon Hingenommen Das sie für Liebe hielten Was überdehnte Gespräche waren Selbstdarstellungen in das Dunkel Der Leitungen gesprochen In die Nacht aus Strom Es hatte seinen Akku ausgeblutet Wenn sie Stunden verredeten Um nicht zu schweigen
Angestrengt musste es Die Phase überstehen Als beide um sich Kämpften Nicht wahr haben wollten Was wahr war Sie kämpfte um ihn Und er um sich
Neutral nahm es Die anderen Nummern Am Display hin Dass er längst Mit anderen sprach Kurz, tief, heiss Ein Vulkanloch plötzlich Die Muschel Glühende Steine jedes Wort Lava quoll aus seinem Hörer
Traurig hörte das Telefon zu Wie er ihr erklärte Nun sei da Liebe Doch nicht für sie Traurig hörte es Seine Lüge In ihm war immer Liebe Gewesen Doch nicht für sie
Wer andere lieben will Liebe zuerst sich selbst Weiss heute jeder Der was weiss Nur reicht das eben Nicht

Es gibt Zeiten da können Reime Nicht sagen was da wahr Es spriessen ihnen Keime Einer Lügenschaar
Die Rhythmen sind sich eigen Leben ihr Leben selbst Tanzen mit dir Reigen Bis du dir dann gefällst
Du sagst nun was sie wollen Folgst ihrer Melodei Sprichst nicht von deinen Stollen Der inneren Tyrannei
Es tanzen deine Nöte Dann fröhlich übers Blatt Das war schon so bei Goehte Du wirst von Schönheit satt
So bleiben deine Sichte Verborgen tief in Dir Du stehst so stolz im Lichte und bleibst alleine hier.
Denn keiner wird erfahren Was wirklich mit dir ist Und du vergisst nach Jahren Warum du Dichter bist.

Schicksal Mein Wort für uns Seit ich dich sah
Schutz In vielen Momenten Mit anderen Paar sein
Zuwendung Mehr sagend als sprechend Zu spüren am Tisch
Blicke Verfangen sich nicht Wir sind vorsichtig
Konsequenzen Ziehen wir beide Doch nicht wegen uns
Liebe War durchaus Durchaus wieder eine
Möglichkeit In uns Nicht für uns
Freiheit Hatten wir nur Nur Freiheit Für das
Schicksal

Die Berge kommen näher Der Föhn macht ein Geflimmer Wir sind die sichren Späher Aus unsrem Liebeszimmer
Die tiefen Wolken eilen Über den hellen Himmel Und Segelschiffe peilen Am Ufer das Gewimmel
Sie suchen Schutz am Lande Wo die Passanten wandeln Und dunkle Herrn am Strande Heisse Maroni handeln
Der Sturm schlägt in den Fahnen Und treibt uns an beim Lieben Aus Fernen naht ein Ahnen Wir lassen uns den Trieben
Am Andern unser Rasen Mit Segeln voller Wind Der wird uns rüber blasen Bis wir in Evian sind

Halt mich still wach In einer Welt Deren Lärm Mich so müd macht

Noch liebeswarm Bestellen wir den Fisch Fallen uns in die Augen Gönnen uns nachher ein Glace Wie alle hier Erzählen wir uns fliessend warm Aufgehoben unter Anderen In einen Moment von Heimat

rocken wollte ich dich und wurde gerockt von dir solltest vergehen an mir zurecht geklopft hast du mich
kein stein blieb in der mauer sie rollten schwer zu boden zerquetschten mir die hoden da schrie ich ohne trauer
die seelen lagen offen die wesen atmen freier mir wuchsen neue eier und es begann ein hoffen
der mann der dich dann rockte ist nicht der der das wollte du wecktest den der sollte und versteckt in mir hockte
nun nehmen wir die steine und wollen nicht mehr warten baun einen kindergarten für deine und für meine

leuchte in die nacht um dich machst du uns licht siehst du dann hell
und gib dich preis vor den versteckten erzählst du dich wirst du hell hören
folg dann den spuren die du spürst und triff uns da wo du sie findest
in uns den alten reduits
du siehst du hörst du spürst durch uns auch dich
atmest INSPIRATION und machst aus luft MUSIK

du sagst du siehst ein ziel im fernen.
seh ich das auch sind wir fast da.
und dürfen näher nie kommen.
*
ein ziel ist nicht das heut. lern ich staunend von der liebe.
wir sind am ziel wenn wir es nie erreichen schiessen wir wachsend darüber hinaus.
das ziel ist das heute. staun ich lernend vor der liebe.
**
du bist mehr als ich kannte. das ja und nein. schwester in eins nun die hände die meine dimensionen rocken.
wilde`s horses.

was liebe möglich macht ihre tore aufreisst sie fluten lässt und unsere staustufen leert
was liebe erhält uns hebt aus wassern und erweitert um flügel was uns die fische verlassen lässt die wir nie waren
das und nur das lässt welten uns entgegen stürzen verbrennt die flügel wie stroh
das und nur das lässt uns riesen implodieren bis zum nächsten urknall
das und nur das macht sie so brutal am ende
das und nur das ist die
ILLUSION

der wind im geäst verwurzelt sich zu halt im stamm
du stehst du wächst verteilst der erde kraft in dir
atmest sie aus blüten zurück in die welt ausser dir
wo wind wartet mit deinem duft zu spielen

schön ist es den himmel durch dich beben zu sehen die wolken zittern mir durchs bild bist du schon weg
bin ich es der da bebt an dir bist du es die nachbrummt in mir
schön ist es den sugo brodeln zu hören der geruch füllt alle winkel koche ich vor bist du schon da






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